Geld verdienen mit deinem Podcast: 5 Ideen

8 Min. Lesezeit

Geld verdienen mit deinem Podcast: 5 Ideen

Dein Podcast macht dir viel Spaß, bringt aber wenig Geld ein. Kommt dir bekannt vor? Wie änderst du das? Wie verdienst du mit deinem Podcast Geld, ohne deine Zielgruppe zu verraten? Darum geht es in diesem Artikel.

In diesem Artikel

Ein passender Sponsor kann deinen Podcast wirklich professioneller wirken lassen. Hast du in einem Podcast schon mal gehört: „Dieser Podcast wird von Unternehmen A gesponsert“? Da denkst du dir: „Nicht schlecht, bei denen läuft es.“

Der beste Weg, mit deinem Podcast Einnahmen zu erzielen, ist, einen Sponsor zu finden.

Vorteile eines Sponsors:

  • Schnelle Ergebnisse:
    Du kannst direkt einen Vertrag aufsetzen und Geld erhalten.
  • Längerfristige Zusammenarbeit möglich:
    Entscheide selbst, ob du ein kurz- oder langfristiges Sponsoring vereinbarst.
  • Ihr könnt euch gegenseitig stärken:
    Wenn alles passt, profitieren beide Seiten. Ihr passt zusammen, deine Zielgruppe freut sich über den Sponsor, du fühlst dich beim Podcasten bestärkt und der Sponsor bietet deiner Zielgruppe passende Produkte. Ideal.
  • Dein Podcast kann dadurch professioneller wirken

Wäge gut ab, ob ein Unternehmen zu dir passt. Passt die Dienstleistung zu deinem Thema? Passt das Produkt zu deiner Zielgruppe? Das ist sehr wichtig. Aber ich bin sicher, dass du das selbst schon im Blick hast.

Am besten ist natürlich ein Sponsor, von dem deine Hörer etwas haben. Hast du einen Podcast über Kosmetik und Beauty? Dann passt eine Zusammenarbeit mit einer Make-up-Marke perfekt. Hast du einen Iron-Addict-Fitness-Podcast? Dann ist eine Zusammenarbeit mit einer Make-up-Marke natürlich nicht passend.

Lässt sich deiner Zielgruppe kein Produkt direkt zuordnen? Vielleicht suchst du dann zu eng innerhalb deiner Zielgruppe. Du kannst ruhig etwas breiter denken.

🎙️Wusstest du, dass Podcasts zu mehr als 70% mit Ohrhörern und Kopfhörern gehört werden? Eardopes ist der niederländische Onlineshop für kabellose Ohrhörer und möchte deinen Podcast gerne sponsern, wenn es passt. Melde dich bei uns, vielleicht können wir zusammenarbeiten.

Denk also etwas allgemeiner. Wie im Beispiel oben. Jeder hört Podcasts mit Ohrhörern. Arbeite dann mit einem renommierten Händler für Ohrhörer zusammen.

Solltest du das blind tun? Auf keinen Fall. Dein Podcast wird stark mit dir als Person und Macher verbunden.

So findest du heraus, ob dein Sponsor zu dir passt:

  • Prüfe den Service des potenziellen Sponsors
    Kauf einfach etwas bei deinem künftigen Sponsor. Stelle 1 Woche nach dem Kauf eine Frage beim Kundenservice. Wie geht der Shop oder Dienstleister mit deiner Frage um? Der Service muss wirklich gut sein. Ist er das nicht, verzichtest du besser auf die Zusammenarbeit. Denn das Verhalten deines Sponsors beeinflusst deinen Ruf.
  • Prüfe, ob sich eure Zielgruppen überschneiden.
    Oft könnt ihr euch als Sponsor und Podcast gegenseitig stärken. Wenn das Produkt deines Sponsors ideal für deine Zielgruppe ist, passt ihr gut zusammen.

Es muss also alles zusammenpassen. Für deine Zielgruppe sollte es sich nicht einmal wie Sponsoring anfühlen. Wenn es für deine Zielgruppe und deinen Sponsor interessant ist, lohnt es sich auch für dich.

2. Indirekte Einnahmen durch deinen Podcast

Vergiss nicht, dass du mit deinem Podcast oft auch indirekt Einnahmen erzielst. Jemand, der vor 4 Monaten angefangen hat, dir zuzuhören, kauft vielleicht erst heute dein Produkt oder bucht deine Dienstleistung.

Und oft geht es in deinem Podcast um etwas, das dir am Herzen liegt. Dein Berufsfeld hat deshalb häufig mit dem Thema zu tun, über das du mit deinen Hörern sprichst.

Du kannst zwischendurch ruhig dezent auf deine Dienstleistung oder dein Produkt hinweisen. Was spricht dagegen? Ich gehe davon aus, dass dein Produkt deiner Zielgruppe etwas bringt. Dann darfst du es auch empfehlen.

Oder du erzählst von früheren Kunden. Angenommen, du bietest Coachings an. Dann sind die Lebenserfahrungen deiner früheren Kunden oft sehr wertvoll, natürlich ohne gegen die DSGVO zu verstoßen. Diese Erfahrungen kannst du in deine Folgen einfließen lassen. Nicht mit Namen, aber mit der Geschichte dahinter.

Einige Hörer werden vielleicht durch deinen Podcast zu Kunden. Verkaufst du ein teures Produkt, kann sich das sogar bei einer sehr kleinen Zielgruppe lohnen. Bei einem günstigeren Produkt brauchst du möglicherweise mehr Hörer, um mit deinem Podcast indirekt einen ordentlichen Betrag zu verdienen.

3. Verkaufe etwas in deinem Podcast

Du kannst es noch konkreter machen. Verkaufe selbst etwas in deinem Podcast.

Angenommen, du machst einen Podcast über Fotografie. Wenn du selbst kein Fotofachgeschäft betreibst, verstehe ich, dass du nicht direkt Kameras verkaufen kannst. Aber es gibt praktisches Zubehör, das du verkaufen kannst. Zum Beispiel Reinigungspinsel für die Kamera, eine Weißabgleichskarte oder usb-c-Tethering-Kabel. Als Onlineshop wissen wir selbst, wie viel Arbeit im E-Commerce steckt. Du kannst aber einfach und im kleinen Rahmen anfangen. Sogar ausschließlich über einen Marktplatz wie Bol oder Amazon.

Alles, was du dafür brauchst, sind ein Produkt und ein Verkaufskanal.

Diese Art, mit deinem Podcast Geld zu verdienen, hat auch Nachteile:

  • Es kann sehr aufdringlich wirken
  • Hörer können die Empfehlung als unglaubwürdige Eigenwerbung wahrnehmen
  • Es kann für Hörer so wirken, als würdest du deine Botschaft nicht vermitteln, um ihnen zu helfen, sondern um Geld zu verdienen

Natürlich kannst du all diesen Nachteilen entgegenwirken. Entscheidend ist, wie du deine Botschaft verpackst. Sei immer ehrlich. Du kannst zum Beispiel sagen, sofern es stimmt: „Ja, das ist mein eigenes Produkt. Aber ich würde es niemals empfehlen, wenn ich es nicht auch selbst nutzen würde.“ Ehrlich währt hier, wie immer, am längsten.

4. Affiliate-Marketing in deinem Podcast

Du kannst auch Affiliate-Links in den Shownotes zu besonders relevanten Produkten platzieren.

Achte dabei genau auf die Regeln der jeweiligen Plattform, auf der du veröffentlichst. Spotify hat bestimmte Vorgaben.

Auf Spotify darfst du Affiliate-Links einfügen, solange du dich an die Regeln hältst. Diese Regeln sind alle ziemlich selbstverständlich. Links in den Shownotes sind also erlaubt.

Auch bei Apple Podcasts darfst du Links einfügen. Du kannst diese Möglichkeit also nutzen.

Auch hier gilt: Empfiehl Produkte, die zu deinen Hörern passen.

Hast du schon mal daran gedacht, deinen Hörern Ohrhörer zu empfehlen? Du kannst das Eardopes-Partnerprogramm nutzen und mit deinen persönlichen Links auf unsere Ohrhörer verweisen.

Das Gute ist: Käufer können unsere Ohrhörer ausprobieren und anschließend zurückschicken. Für deine Hörer ist der Kauf also ohne Risiko. Und deine Provision ist deutlich höher als bei anderen Programmen. Beachte aber, dass wir nur 25% der Bewerbungen annehmen.

5. Spenden

Gerade bei Podcasts und YouTube-Kanälen, die mit besonders viel Leidenschaft betrieben werden, spielen Spenden oft eine Rolle.

Vorteile:

  • Du zahlst keine Steuern auf eine Spende
  • Du musst keine Gegenleistung erbringen, abgesehen von deinem Podcast natürlich

Oft funktioniert das bei einer leidenschaftlichen Zielgruppe sehr gut. Aktuell gibt es viele Podcaster, die sich Sorgen um die Zukunft machen, ganz gleich, was man davon hält. Interessant ist: Egal, auf welcher Seite des politischen Spektrums du suchst, die Unzufriedenheit ist groß. Und diese Podcasts sind auf Spenden angewiesen, auch weil sie von der offiziellen Monetarisierung ausgeschlossen werden.

Oft hat die Zielgruppe einen sehr engen Bezug zum Thema. Je stärker sie auch eine Online-Community oder Gemeinschaft bildet, desto besser funktioniert dieses Einnahmemodell.

Mit Spenden geht aus unserer Sicht auch Verantwortung einher. Du kannst zum Beispiel erklären, wofür du die Spenden verwenden möchtest.

Es gibt auch Websites und Anbieter, über die du regelmäßige Spendeneinnahmen erzielen kannst. Zum Beispiel backme.org oder petjeaf.com.

Zahlende Gäste

Für viele Menschen ist es interessant, in einem Podcast aufzutreten. Es kommt allerdings darauf an, wie viel Geschäftspotenzial dein Thema bietet. Manche Themen haben einen höheren wirtschaftlichen Wert als andere.

Ein Podcast übers Grillen kann für jemanden interessant sein, der über Bol einen Grill verkauft. Ein Podcast übers Stricken kann für jemanden mit einem Online-Strickkurs sehr interessant sein.

Auch hier gilt: Achte immer darauf, dass der Gast zu deiner Zielgruppe passt. Er muss dein Thema wirklich sinnvoll ergänzen. Mach dabei keine Abstriche.

Außerdem ist es recht üblich, eine Verschwiegenheitsvereinbarung zu unterschreiben. Darin bestätigst du, dass du nicht aktiv erzählst, dass der Gast bezahlt hat. Das kann einem Gast unangenehm sein, und manche Gäste möchten das schriftlich zugesichert haben.

Einer der bekanntesten Menschen, die dieses Einnahmemodell seit Jahren im Fernsehen nutzen, ist Harry Mens. Er hat eine recht kaufkräftige Zielgruppe: wohlhabende Menschen. Weinproduzenten und Investmentfonds kommen nur zu gerne in seine Sendung, um gegen hohe Geldbeträge auf ihr Produkt aufmerksam zu machen.

Das kannst du auch. Wenn das Thema interessant genug ist, kannst du von einem Gast Geld verlangen.

Praktische Hinweise zu Podcast-Einnahmen

Es gibt also einige Möglichkeiten, mit deinem Podcast Geld zu verdienen. Du solltest dabei aber vorsichtig sein. Hast du erst einmal einen guten Weg gefunden, eröffnen sich dir ganz neue Möglichkeiten.

Wähle eine Zusammenarbeit, die zu dir passt

Es ist also sehr wichtig, einen Sponsor zu wählen, der zu deiner Zielgruppe und zu dir passt. Achte darauf, dass er gute Dienstleistungen und Produkte anbietet und auch die Abwicklung stimmt.

Ist dein Sponsor unglaubwürdig, bist du es auch

Denk noch einmal daran: Du solltest nicht mit jedem zusammenarbeiten. Auf deinen Sponsor musst du dich zu 110% verlassen können. Nur so kannst du auch deinen eigenen guten Ruf bewahren.

Hast du eine Anlaufstelle für potenzielle Partner?

Noch eine gute Idee: Sorge dafür, dass dein idealer Partner weiß, dass du einen Sponsor suchst. Anders gefragt: Woher weiß dein idealer Sponsor, dass du nach ihm suchst?

Überleg mal: Du bist jetzt auf dieser Seite gelandet, weil ich gerade diese Anlaufstelle schaffe. Ich gebe dir Informationen, wie du mit deinem Podcast Geld verdienen kannst. In diesem Fall als Blogartikel.

Aber was tust du, damit dein potenzieller Sponsor weiß, dass du ihn suchst?

Ein Beispiel: Erwähne einfach in deinem Podcast, dass du offen für einen Sponsor bist. Als Macher fühlt sich das oft unangenehm an, dabei ist es das gar nicht. In der Folge kannst du auch erzählen, wer ungefähr zu deiner Zielgruppe gehört, wie sich dein Podcast entwickelt und so weiter. Spotify ist ebenfalls eine Suchmaschine. Eine Folge mit dem Titel „Sponsor für Podcast gesucht“ kann also durchaus interessante Zielgruppen ansprechen.

Geld oder Freude durch deinen Podcast und deine Gäste

Überleg mal, ob du mit deinem Podcast nicht längst Geld verdienst. Ich gehe davon aus, dass du dadurch mit Menschen aus deiner Zielgruppe oder deinem Berufsfeld sprichst, etwa mit Gästen oder Hörern. Dabei lernst du etwas. Und dieses Wissen kannst du künftig nutzen. Oft bringt das Geld ein. Unterschätze das nicht. Vielleicht empfiehlt dir jemand ein Buch, du liest es und verdienst mit diesem Wissen später richtig viel Geld. All das ist möglich.

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