JBL Tour Pro 3 im Test: Zu viele Funktionen oder genau das Richtige?

Wir haben die JBL Tour Pro 3 getestet: Ohrhörer mit smartem Ladecase, LDAC-Unterstützung und Funktionen wie Headtracking, Auracast und einer beeindruckenden Akkulaufzeit. Aber klingen sie auch wirklich gut? Und wie schlagen sie sich beim Telefonieren, bei der Passform und der Bedienung? Hier findest du unseren Test der JBL Tour Pro 3.
In diesem Artikel
Vor- und Nachteile
Das sind die Vor- und Nachteile der JBL Tour Pro 3. So siehst du auf einen Blick, ob diese Ohrhörer zu dir passen.
Moment, 3 Kabel?! Richtig: USB-C, USB-A und unten links ein analoges 3.5mm-Klinkenkabel. An Möglichkeiten mangelt es nicht.
Vorteile
- Höher aufgelöster Klang (LDAC)
- Richtig starke Akkulaufzeit
- Praktische App zum Personalisieren
- Auch ohne Smartphone genau einstellbar*
- Auracast und Transmitter**
Nachteile
- Hoher Preis
- Nur spritzwassergeschützt
- Großes Ladecase
*Mit dem Smart Charging Case kannst du fast alles einstellen und steuern.
** Auf diese cleveren Extras gehen wir später im Test genauer ein.
Technische Daten der JBL Tour Pro 3
- Preis: 296 €
- Treiber: 10 mm
- Codec: SBC, AAC, LDAC (Hi-Res 24-bit/96kHz)
- Bluetooth: 5.3
- Mikrofone: 6
- Reichweite: 10m
- Akku im Ladecase: 850 mAh (33 Stunden)
- Akku pro Ohrhörer: 65 mAh (11 Stunden ohne ANC, 8 Stunden mit ANC)
- Kabel: USB-C / USB-A / 3.5mm-Klinke
- Wasserschutz: IP55 (spritzwassergeschützt)
Klang der JBL Tour Pro 3
Um gleich auf den Punkt zu kommen: Der Klang der Tour Pro 3 ist gut, richtig gut. Punkt. Nach all den Versprechen von JBL überrascht uns das auch nicht. Bei einem Preis von knapp 300 Euro darf man schließlich etwas erwarten. Aber was genau klingt an diesen Ohrhörern so gut, fragst du dich vielleicht.

Der Klang ist voll und lebendig. Einzelne Töne lassen sich klar unterscheiden, auch bei niedriger Lautstärke. JBL hat in jedem Ohrhörer zwei Treiber verbaut, die zum dynamischen Klang beitragen. Ein Treiber übernimmt die Tiefen und Mitten, der andere die Höhen.
Bewertung Klangqualität: 9
Was mir außerdem auffällt: Bei jedem Musikgenre bekommst du einen detailreichen Klang samt vollem, angenehmem JBL-Bass. Dazu kannst du den EQ genau auf deine Vorlieben abstimmen. Sowohl über das Smart Case als auch über die App stehen Presets zur Verfügung. All das trägt natürlich zu einem hochwertigen Hörerlebnis bei. Aber dazu gleich mehr.
Wenn du „einfach gute Ohrhörer“ möchtest, wirst du von alldem nicht so viel bemerken. Dann reichen gute Ohrhörer bis 50 Euro völlig aus. Bist du aber audiophil, oder einfach ein echter Musikliebhaber? Dann möchtest du jedes Instrument, jeden kleinen Ton, jedes Riff und jeden Beat klar unterscheiden können. Genau das bieten dir die JBL Tour Pro 3.
Mit diesen JBL-Ohrhörern bist du im Premiumsegment unterwegs. Meiner Meinung nach können die Tour Pro 3 gut mit den Sony WF-1000XM5, Airpods Pro 2 und Bose Quite Comfort Ultra mithalten. Bei der Klangqualität behaupten sich die Tour Pro 3 auch dank der App mit ihren vielen EQ-Optionen und weiteren Einstellungen. Schauen wir uns das genauer an. Denn diese App wirst du auf jeden Fall nutzen.
JBL-App: Android & IOS
Wenn du die Tour Pro 3 kaufst, wirst du garantiert die App nutzen. Was bietet sie dir? Eine ganze Menge. Erst kommt eine Übersicht, danach gehe ich auf die wichtigsten Punkte ein. Über die App, ihre Einstellungen und die Ohrhörer selbst könnte man ein ganzes Buch schreiben. Das wäre etwas zu viel des Guten. Wobei ... vielleicht als Hörbuch?

Was kannst du mit der App machen?
- Klangbalance, Lautstärkebegrenzung und LDAC einstellen
- Audioquelle wählen: Film/Gaming/Musik
- EQ einstellen und personalisieren
- Spatial Sound + Demotest
- Personi-Fi (Hörtest)
- Alle Funktionen steuern
* (Adaptive) ANC / Ambient Aware / TalkThru
* Bedienung der Ohrhörer einstellen
- Smart Talk
- Silent Now und Entspannungsklänge
- Ohrhörer + Case finden
- Akkustand von Ohrhörern + Case prüfen
- Anrufeinstellungen anpassen
- Smart Case einstellen
- Passform prüfen
- Updates
Denk daran: Viele dieser Funktionen lassen sich auch über das Smart Case steuern.
Das ist eine lange Liste. Fangen wir mit dem Wichtigsten an: dem Klang. Mit dem EQ holst du klanglich das Beste heraus. Klingt kompliziert oder nach zu viel Aufwand? Kein Problem. Mit Personi-Fi kannst du einen Hörtest machen und ein Profil erstellen lassen, auf das sich der EQ abstimmen lässt. Danach musst du nur noch ein paar Presets ausprobieren. Fertig.
Das sind „nur“ 5 Presets, aber das war eine gute Entscheidung von JBL. So bleibt die Bedienung einfach und übersichtlich. Eigene EQ-Profile kannst du praktisch unbegrenzt erstellen. Kein Witz: Für den Test habe ich schon 16 Profile angelegt und kann immer noch weitere hinzufügen!
Auch das manuelle Einstellen ist gut gelöst. Tipp auf die Linie, und ein Punkt erscheint. Den verschiebst du genau so, wie du es möchtest. Viel Freiheit zum Experimentieren also. Und wie wir bei Eardopes sagen: „Hauptsache, du hast die Wahl!“
Okay, das sagen wir nicht besonders oft, aber hier passt es. Weiter geht’s.
Für ein noch besseres Hörerlebnis gibt es Spatial Sound. Dabei wird der Klang in einem 3D-Raum platziert und bekommt mehr Tiefe und Räumlichkeit. Ist das wirklich so beeindruckend? Na ja, das hängt davon ab, wofür du es nutzt. Bei einem Film oder Spiel, das darauf ausgelegt ist, kann es durchaus etwas bringen! Zum Glück kannst du in der App auswählen, was du hören möchtest. Auch hier gibt es eine einfache Möglichkeit zum Ausprobieren: einen Demotrack, mit dem du es selbst testen kannst.
Für ein noch besseres Hörerlebnis gibt es Spatial Sound. Dabei wird der Klang in einem 3D-Raum platziert und bekommt mehr Tiefe und Räumlichkeit. Ist das wirklich so beeindruckend? Na ja, das hängt davon ab, wofür du es nutzt. Bei einem Film oder Spiel, das darauf ausgelegt ist, kann es durchaus etwas bringen! Zum Glück kannst du in der App auswählen, was du hören möchtest. Auch hier gibt es eine einfache Möglichkeit zum Ausprobieren: einen Demotrack, mit dem du es selbst testen kannst.

Eine schöne Ergänzung zu Spatial Sound ist Headtracking. Wenn du deinen Kopf bewegst, passt sich der Klang an. Drehst du den Kopf, bleibt der Klang richtig ausgerichtet. Dabei wird der Klang aus verschiedenen Richtungen verstärkt. Das merkt man deutlich. Beim Gaming oder bei einem spannenden Film kann das für ein intensiveres Erlebnis sorgen.
Außerdem gibt es eine Lautstärkebegrenzung, um deine Ohren zu schonen. Und wenn der Film richtig spannend wird, pass mit SmartTalk auf. Ist die Funktion aktiv, wird der Ton stummgeschaltet, sobald du sprichst. Musik oder Film laufen dabei weiter. Die Mikrofone schalten sich ein, und du bist wieder ganz im Hier und Jetzt. Praktisch, wenn du an der Kasse bezahlen möchtest. Gespräch beendet? Die Musik wird automatisch wieder hörbar.
Weniger praktisch, wenn du gerade voller Begeisterung den Refrain mitsingst. Auf diese ernüchternde Erfahrung kann man gut verzichten. Du kannst die Sprachauslösung aber auch ausschalten. JBL nennt diese Funktion Talk Thru, und sie lässt sich auch unabhängig von Smart Talk aktivieren. Beeindruckend ist, wie gut die Spracherkennung funktioniert. Apropos: Schauen wir uns die Mikrofone genauer an.

Nett, oder? Du kannst auch einfach ein Foto auf dem Smart Case anzeigen lassen. In diesem Fall ein Eardopes-Logo.
Mikrofon: Wie gut telefonierst du mit den JBL Tour Pro 3?
Mit Ohrhörern zu telefonieren ist angenehm, sofern es gut funktioniert. Und ja, die Tour Pro 3 bestehen den Test! Wir haben draußen im Wind telefoniert, uns dem Stadtlärm gestellt und am Laptop an Onlinebesprechungen teilgenommen. In allen Fällen waren wir gut zu verstehen.
Die Ohrhörer sind übrigens besonders praktisch, wenn du am Laptop arbeitest und dabei Musik hörst. Sobald ein Anruf eingeht, wechseln sie dank Multipoint automatisch zu deinem Smartphone.
Die JBL Tour Pro 3 haben sechs Mikrofone, drei pro Ohrhörer. Die äußeren nehmen deine Stimme auf, die inneren filtern Störgeräusche heraus. Dank Multipoint wechseln die Ohrhörer automatisch zwischen Laptop und Smartphone.
Du möchtest mehr über Multipoint wissen? Hier findest du die vollständige Erklärung.
Die Tour Pro 3 haben an jedem Ohrhörer 3 Mikrofone.
2 Mikrofone an der Außenseite nehmen deine Stimme auf. Eines davon sitzt am „Stiel“. Das dritte Mikrofon sitzt innen und filtert Störgeräusche heraus. Zusammen mit dem windgeschützten Design sorgt das für ein gutes Ergebnis.

Dazu bietet JBL einen Optimizer. Er passt die Lautstärke der Stimme am anderen Ende der Leitung auf ein optimales Niveau an. Praktisch, wenn du deine Oma anrufst, die immer so leise spricht. Außerdem kannst du in der App den Klang deiner Stimme und den deines Gesprächspartners anpassen. Und du legst fest, wie stark du deine eigene Stimme in Besprechungen hören möchtest. Durchaus nützlich.
Bewertung Mikrofon: 8
Die App bietet Funktionen wie Stimmoptimierung, das Hören der eigenen Stimme (Sidetone) und das Anpassen des Gesprächsklangs.
Passform: Wie sitzen die JBL Tour Pro 3?
Im Lieferumfang sind Silikonaufsätze in 5 Größen enthalten: XS, S, M, L und XL. Dazu kommt 1 Paar Schaumstoff-Aufsätze für die JBL Tour Pro 3. Da sollte etwas für deine Ohren dabei sein! JBL gibt für die Schaumstoff-Aufsätze keine Größe an. Im Vergleich zu den Silikonaufsätzen würde ich sie auf M, vielleicht L schätzen. Gut zu wissen: Du kannst die Schaumstoff-Aufsätze etwas zusammendrücken. So passen sie sich besser an dein Ohr an und halten unerwünschte Geräusche draußen, auch ohne eingeschaltetes ANC.
Neben den Aufsätzen schauen wir uns auch das Gehäuse der Ohrhörer an. Auf den ersten Blick wirken sie etwas klobig. Kein Wunder, schließlich muss die ganze Technik hineinpassen. Zum Glück fühlen sie sich aber nicht groß an. Ihre leicht gebogene Form trägt dazu bei, dass sie angenehm in der Ohrmuschel sitzen.

Die Ohrhörer wiegen wenig und bleiben auch bei Bewegung gut im Ohr. Ich war zunächst skeptisch und habe mit ihnen ein paar alltägliche Aufgaben erledigt. Mit Musik geht das doch gleich besser. Auch beim Radfahren und Spazierengehen blieben sie an Ort und Stelle! Wenn du richtig laufen oder intensiv Sport treiben möchtest, schaust du dir besser Ohrhörer mit Ohrbügeln an.
Dass wir es mit einem Premiumprodukt zu tun haben, zeigt sich erneut in der App. Dort findest du „Meine beste Passform prüfen“. Dieser Hörtest prüft innerhalb weniger Sekunden, ob die Ohrhörer gut abdichten. Außerdem kannst du in der App angeben, ob du Silikon- oder Schaumstoff-Aufsätze verwendest. Dann lässt JBL ein wenig Magie spielen und stimmt den Klang für das beste Hörerlebnis ab.

Insgesamt bin ich mit der Passform sehr zufrieden. Schade, dass die Schaumstoff-Aufsätze nur in 1 Größe beiliegen. Bei sehr kleinen oder besonders großen Ohren könnten sie nicht passen. Dafür hilft dir die App bei der Passform. Dazu sitzt das Gehäuse bequem, und die Ohrhörer fallen nicht heraus. Spritzwassergeschützt sind sie auch. Wenn du also nicht aus Zucker bist, begleiten sie dich auch bei leichtem Regen auf dem Fahrrad.
Bewertung Passform: 8
Das Ladecase: Was kann das Smart Case?
Ein eigener Abschnitt nur für das Ladecase?! Ja, denn JBL hat voll auf das Case gesetzt, genauer gesagt auf das Smart Charging Case. Das könnte der entscheidende Grund sein, dich für diese Ohrhörer zu entscheiden.
Zumindest, wenn du viele Funktionen möchtest und seltener zum Smartphone greifen willst. Seltener zum Smartphone? Genau, denn über das Smart Case kannst du sehr viele Einstellungen ändern. Ganz ohne App.

Hör zu, oder schau in diesem Fall hin: In der App erstellst du deinen eigenen EQ. Danach kannst du über das Smart Case zwischen allen Presets und eigenen Profilen wechseln.
Die Spatial-Sound-Demo in der App ausprobiert? Über das Smart Case aktivierst du die Funktion. Auch Headtracking und die Audioquelle (Film/Spiel/Musik) wählst du über das Case. ANC, Ambient Aware und Talk Thru lassen sich dort ein- und ausschalten. Lautstärke regeln, Akkustand prüfen und sehen, welcher Song gerade auf Spotify läuft: alles auf dem kleinen Bildschirm des Cases.
Der Touchscreen ist übrigens größer als beim Vorgänger. Eine deutliche Verbesserung! Allerdings lassen Empfindlichkeit und Genauigkeit manchmal zu wünschen übrig.
Mit Abmessungen von 6x4x5,5 cm ist das Ladecase recht groß. In der Hosentasche kann das durchaus stören.

Muss man das alles außerhalb der App steuern können? Das ist wohl Geschmackssache. Schau, oder hör in diesem Fall: Wenn du dich beim Arbeiten oder Lernen besser konzentrieren möchtest, kann das wirklich hilfreich sein. Dein Smartphone bleibt weit weg in der Tasche, und trotzdem regelst du alles rund um den Klang.
Wenn du trotzdem teilweise erreichbar bleiben möchtest, lässt sich auch das am Case einstellen. Benachrichtigungen und eine Vorschau von Nachrichten kannst du empfangen. Anrufe natürlich ebenfalls.
JBL hat in dieser reizüberfluteten Welt auch an empfindliche Ohren und sensible Köpfe gedacht. Denn du kannst das Case ohne Bluetooth nutzen und Silent Now aktivieren. Dabei unterdrückt ANC störende Geräusche, damit du dich konzentrieren oder entspannen kannst. Ein Smartphone brauchst du dafür nicht.
Außerdem lassen sich am Case die Bildschirmhelligkeit und Sprache einstellen. Sogar eine, allerdings schlechte, Taschenlampe gibt es. Zum Glück kannst du diese Optionen über die App vom Case entfernen oder hinzufügen. Wenn du deine Ohrhörer verlegt hast, ist „Meine Ohrhörer finden“ deutlich schlauer, als mit einem weißen Bild auf dem Display über den Boden zu kriechen.
Auracast & Transmitter
Ich habe es schon am Anfang gesagt: Bei fast 300 € erwarten wir einiges. Und das bekommen wir, in Form von Zukunftsmusik! Die Tour Pro 3 unterstützen Auracast, und das ist richtig spannend. Kurz erklärt: Damit kannst du oder jemand anderes ein Bluetooth-Signal senden, in das sich andere einklinken können. Wann nutzt man das? Momentan noch nicht besonders oft. Künftig könnte es zum Beispiel bei Veranstaltungen mit Vorträgen zum Einsatz kommen. Statt großer Lautsprecheranlagen klinkst du dich einfach ins Signal ein.
Oder das Sportspiel auf dem Bildschirm in der vollen Kneipe: Vielleicht wählst du künftig einfach den passenden Kanal und hörst den Livekommentar mit. Wer nicht zuhören möchte, lässt es bleiben. Du kannst übrigens auch selbst über das Smart Case streamen und ein Signal bereitstellen, in das sich andere einklinken. Praktisch für eine kleine Gruppe bei der Arbeit. Oder wenn du mit Freunden am Flughafen wartest und ihr euch mit demselben Song in Urlaubsstimmung bringen wollt. Das klingt vielleicht noch weit weg, und bisher wird die Technik selten genutzt. Eines steht aber fest: Mit den Tour Pro 3 bist du dafür gerüstet.

Wenn du ohnehin fliegst, ist das zusätzliche JBL-Kabel dein bester Freund. Das Kabel von USB-C auf analoge 3.5mm-Klinke ist wirklich praktisch. Damit verwandelst du das Smart Case in einen Bluetooth-Transmitter. Du steckst das Kabel in die Audioquelle und kannst am Bildschirm im Flugzeug deine eigenen Ohrhörer nutzen. Beim Gaming lässt sich das Case an den Controller anschließen, sodass du auch dort deine Ohrhörer verwenden kannst. Denk auch an einen alten Plattenspieler oder Fernseher ohne Bluetooth. Deine Mitbewohner liegen schon im Bett, aber du möchtest noch etwas hören? Mit diesem Kabel geht das.
Bedienung der Ohrhörer
Du kannst die Ohrhörer nicht nur über das Case, sondern auch direkt bedienen. Eine Bewegungssteuerung haben die Tour Pro 3 nicht. Du kannst also unbesorgt zur Musik headbangen oder bei einem interessanten Podcast zustimmend nicken. Wenn du eine Bewegungssteuerung möchtest, findest du sie bei den Sony WF-1000XM5.
Die Bedienung erfolgt durch Tippen auf die Earbuds. Ein großer und berechtigter Kritikpunkt bei vielen Ohrhörern ist die fehlende Lautstärkeregelung. Eigentlich so einfach, und trotzdem musst du dafür bei manchen Marken zum Smartphone greifen. Wie löst JBL das? Es geht, allerdings mit einem Haken.
ANC/Umgebungsgeräusche, Wiedergabe und Lautstärke lassen sich per Tippen steuern. Das sind aber drei Kategorien, und du hast nur zwei Ohrhörer. Eine Funktion muss also leider weichen. Etwas schade. Wenn dir die Lautstärkeregelung am wichtigsten ist, steht sie dir immerhin zur Verfügung.
JBL hat eine Trageerkennung integriert. Auf Wunsch kannst du die automatische Wiedergabe/Pause aktivieren: Nimmst du einen Ohrhörer heraus, pausiert die Musik. Setzt du ihn wieder ein, läuft sie weiter.
Bewertung Bedienung: 7,5
Wie funktioniert die Touchsteuerung der JBL Tour Pro 3?
| Links | Rechts | |
| 1x tippen | Geräuschunterdrückung/ Ambient Aware | Musik: Pause/Wiedergabe |
| 2x tippen | Musik: Talk Thru Anrufe: annehmen/ auflegen |
Musik: nächster Titel Anrufe: annehmen/ auflegen |
| 3x tippen | Nicht belegt | Musik: vorheriger Titel |
| Tippen und halten | Sprachassistenten aktivieren Bei eingehendem Anruf: ablehnen Beim Telefonieren: Mikrofon ein-/ausschalten |
Sprachassistenten aktivieren Bei eingehendem Anruf: ablehnen Beim Telefonieren: Mikrofon ein-/ausschalten |
Bei Lautstärkeregelung:
1x tippen = Lautstärke + 1
2x tippen = Lautstärke - 1
Akku: Wie lange halten sie durch?
Lange! Mit eingeschaltetem ANC halten die Tour Pro 3 etwas mehr als 8 Stunden durch. Ohne ANC schaffen die Ohrhörer gut 11 Stunden. Das sind ordentliche Werte, die sich mit anderen High-End-Ohrhörern gut vergleichen lassen.
Noch besser: Im Smart Case stecken 3 weitere volle Ladungen. Ohne ANC hörst du also 11 Stunden + weitere 33 Stunden aus dem Ladecase = 44 Stunden.
Mit ANC sind es kurz gesagt 8 Stunden + 24 Stunden aus dem Ladecase = 32 Stunden.
Für zusätzliche Hörzeit reichen schon 10 Minuten Schnellladen im Ladecase. Danach kannst du wieder 3 Stunden hören! Das macht das Case erneut zu einem praktischen Begleiter. Wenn du ein Qi-kompatibles Ladepad hast, kannst du das Ladecase auch kabellos laden. Zum Laden per Kabel legt JBL sowohl USB-A als auch USB-C bei.
Bewertung Akku: 9,5
ANC
Dank der passenden Form der Ohrhörer bekommst du bereits eine ordentliche passive Geräuschdämmung, besonders mit den Schaumstoff-Aufsätzen. Aber auch die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) von JBL überzeugt.
Die Ohrhörer erzeugen mithilfe ihrer Technik Gegenschall, um Störgeräusche zu unterdrücken. Kombinierst du ANC mit den Schaumstoff-Aufsätzen, würden wir sagen: Die JBL Tour Pro 3 lassen die Konkurrenz hinter sich. Das hat JBL wirklich gut hinbekommen.

Außerdem gibt es Adaptive ANC. Dabei passt sich die Stärke des Gegenschalls automatisch an, je nachdem, ob du in einem vollen Zug oder bereits in einer relativ ruhigen Umgebung sitzt. Gut finden wir, dass du die Stärke der Geräuschunterdrückung auch selbst in der App einstellen kannst. Wir drehen eben am liebsten selbst an den Reglern!
Mit Ambient Aware kannst du Umgebungsgeräusche wahrnehmen. Praktisch, wenn du zum Beispiel den Verkehr hören möchtest. Auch Gespräche funktionieren damit gut und klingen natürlich. JBL hat sich hier wirklich Mühe gegeben, und das hört man!
Bewertung ANC: 9,5
Fazit: Unser Urteil
Wenn du bis hierhin dabeigeblieben bist, suchst du wahrscheinlich High-End-Ohrhörer mit hervorragender Qualität und gutem ANC. Dann sind die JBL Tour Pro 3 eine gute Wahl!
Die Ohrhörer sind echte Arbeitstiere. Dank langer Akkulaufzeit und der Möglichkeiten von Auracast und Transmitter kannst du noch lange Freude an ihnen haben. Das Smart Case kann je nach deinen Wünschen eine praktische Ergänzung sein. Die Kehrseite der vielen Funktionen: das recht große Case und der Preis.


